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Am 01.01.1984 hat das Elektrizitätswerk der Gemeinde Göschenen die Abwasserreinigungsanlage Göschenen übernommen. Die Verwaltungsaufgaben übernimmt die ARA-Kommission, bestehend aus Mitgliedern des EW-Verwaltungsrates und des Gemeinderates.

ARA

Zum Aufgabenbereich des EW Göschenen gehören auch die 9 Abwasserpumpwerke im Abwasser - Leitungsnetz der Gemeinde Göschenen. Diese wurden ebenfalls in den vergangenen Jahren saniert, um wieder einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Übersicht AWPW

Konzept der Abwasserreinigungsanlage

Die Kläranlage Göschenen leitet das gereinigte Abwasser in die Reuss ein. Dieser Vorfluter ist einerseits ein bedeutendes Fischgewässer. Andererseits mündet er in den Vierwaldstättersee. Beide Randbedingungen erfordern weitergehende Massnahmen zur Abwasserbehandlung, was zu folgendem Aufbau der Kläranlage geführt hat:


Schema ARA

Abwasserreinigung

Es ist ein dreistufiger Reinigungsprozess vorhanden:

Mechanische Reinigungsstufe:
Sie umfasst eine Feinrechenanlage, einen Spülsandfang und das Vorklärbecken

Biologische Reinigungsstufe:
Hierzu gehören eine zweistrassige Rotationstauchkörperanlage mit Nachklärfilter für den Abbau der Kohlenstofffracht und eine einstrassige Rotationstauchkörperanlage für die Nitrifikation.

Chemische Reinigungsstufe:
Zur Phosphorelimination. Sie ist als Simultanfällung konzipiert.

Das Abwasser gelangt über die Gemeindekanalisation zur Kläranlage. Dort entnimmt als erstes ein Feinrechen die störenden Grobstoffe aus dem Abwasser. Anschliessend wird der mitgeschleppte Sand im Sandfang ausgeschieden. Ohne diese beiden Behandlungsschritte würden in den nachfolgenden Stufen Probleme mit versandeten Becken und verstopften Leitungen entstehen.

Das von Grobstoffen und Sand befreite Abwasser fliesst zum Vorklärbecken, wo sich die Fäkalien durch Schwerkraft absetzen. Das Abwasser enthält nun praktisch nur noch gelöste Schmutzstoffe, welche vor allem die Nährstoffe Kohlenstoff(C), Stickstoff (N) und Phosphor (P) umfassen. Der Kohlenstoff wird mit Hilfe von 2 Rotationstauchkörpern abgebaut. Das geschieht mit Mikroorganismen, welche sich auf der Tauchkörperoberfläche ansiedeln. Durch Zugabe eines Fällmittels im Zulauf zu den Rotationstauchkörpern wird gleichzeitig der Phosphor dem Abwasser entnommen. Die produzierte Schlammmenge, bestehend aus Mikroorganismen und Fällungsschlamm, wird mit den beiden Tuchfiltern abgetrennt und mit Pumpen zurück zur Vorklärung gefördert.

Die Qualitätsansprüche des vorhandenen Vorfluters, die Reuss, fordern auf der Kläranlage Göschenen ebenfalls die Behandlung des Stickstoffes. Dieser Nährstoff liegt im Zulauf zur Kläranlage als Ammonium / Ammoniak vor. Ammoniak ist ein starkes Fischgift. Mit einem weiteren Rotationstauchkörper, welcher mit einer spezialisierten Biomasse besiedelt ist, kann der Ammonium- Stickstoff in die ungiftige Form des Nitrat- Stickstoffes umgewandelt werden. Wenn sich nach einer bestimmten Zeit die Biomasse vom Tauchkörper ablöst ist sie mineralisiert und damit biologisch nicht mehr aktiv. Deshalb benötigt diese sogenannte Nitrifikationsstufe keine Nachklärung mehr. Im Ablauf der Kläranlage ist eine Mengenmessung vorhanden. Sie dient der Bilanzierung und der Erfassung von Frachten.

Der Frischschlamm aus dem Vorklärbecken wird in 2 in Serie geschalteten, unbeheizten Faulräumen ausgefault und in total 3 Stapelbehältern gelagert. Die beiden Stapelbehälter, welche direkt nach der Faulung angeordnet sind, sind für die dosierte Faulwasserentnahme ausgerüstet.

ARA Innen

Als Produkt der Abwasserreinigung entsteht der so genannte Frischschlamm. Dieser wird in 2 unbeheizten Faulbehältern stabilisiert und dann in 3 Stapelbehältern zwischengelagert. Das anfallende Faulwasser ist stark belastet und wird deshalb in der Nacht, in Zeiten mit geringer Belastung der Kläranlage, dem Abwasserzulauf zudosiert. Der Klärschlamm wird zur Zeit in der Kläranlage Andermatt entwässert und dann entsorgt.

Generelle Bemerkung

Das Anlagekonzept zeichnet sich durch folgende Punkte aus:

  • C- Abbau und Nachklärung erfolgen in zwei parallelen Strassen. Mit dem Vorteil, dass Anlageteile zu Revisionszwecken ausser Betreib genommen werden können und dennoch eine (reduzierte) Reinigungsleistung erhalten bleibt.
  • C- Abbau und Nitrifikation werden mit Scheibentauchkörpern (auch als Rotationstauchkörper RTK bezeichnet) durchgeführt. Dieses Verfahren ist für kleine Anlagen gut geeignet, da es sehr zuverlässig funktioniert, keine aufwändige Steuerung erfordert und sparsam im Betrieb ist.
  • Der anfallende Schlamm wird in 2 unbeheizten Faulbehältern stabilisiert, in der ARA Andermatt entwässert und dann entsorgt.
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