Ausforsten im Wandflueseeli
Fotos/Text W.Imholz
07.06.2003

Am Samstag, 07. Juni 2003, war es wieder soweit...

Gestern:

Damals, vor knapp 30 Jahren trafen sich einige Göschener morgens früh, um gemeinsam zum Wandflueseeli zu wandern. Das eigentliche Ziel war jedoch nicht (nur) das Wandern, sondern das Wandflueseeli ob der Grit wieder "etwas raus zu putzen". Genauer gesagt, die Umgebung um's Seeli auszuforsten. Unter der Leitung des damaligen Gemeinderatsmitgliedes Carlo Dittli wurde ein wunderbarer Rastplatz erstellt. Carlo Dittli war es, der auch die folgenden Jahre immer wieder dafür besorgt war, dass das Wandflueseeli nicht dem Schicksal überlassen wurde... Er organisierte immer wieder Leute, die ihm beim Instandhalten dieses wunderbaren Platzes (herrliche Aussicht auf's Göscheneralptal) halfen. In den letzten Jahren wurde es jedoch immer schwieriger, Leute zu finden, die bereit waren, diese Arbeiten weiterzuführen...

Heute:

Vor nicht so langer Zeit, wurde bei einem Stammtischgespräch das Wandflueseeli plötzlich wieder zum Gespräch...

Zwei junge Göschener (Beat Zgraggen und Marcel Dubacher) wollten es jedoch nicht nur beim Diskutieren lassen und versuchten, andere Göschener davon zu überzeugen, das Wandflueseeli wieder mal so richtig auf "Vorderman" zu bringen... Gesagt, getan und schon wurde, unter dem Patronat des Faschingclubs, in der Agenda einiger Gleichgesinnter, der 07. Juni 2003 rot markiert! So versammelten sich an diesem Tag, bei herrlichem Sommerwetter, morgens um 06.45 Uhr, 17 gutgelaunte Göschener, um die oben genannte Tat zu vollbringen! Auch diesmal wollte es sich Carlo Dittli nicht nehmen lassen, dabei zu sein. Er offerierte den Teilnehmern das Essen und Trinken. Unter der Leitung von Franz Senn und Carlo Dittli verschob man sich zur Seilbahn nach Wiggen, wo die Freiwilligen zum Hutzgenboden transportiert wurden. Dort deckte man sich mit Werkzeug ein. Nach kurzem Aufstieg ging es schon bald talauswärts in Richtung Wandflueseeli, dabei wurde der Weg zum Seeli ebenfalls ausgebessert. Dabei "musste" man immer wieder diese herrliche Aussicht geniessen und wurde zudem von Franz Senn mit kompetenten Kommentaren eingedeckt. Bei schon ziemlich warmen Temperaturen erreichte man voller Tatendrang das Wandflueseeli. Dort wurde dann der ganze Tag ausgeforstet und der Weg zur Grit hinab wurde ebenfalls wieder aufgefrischt... Am späten Nachmittag konnten alle Teilnehmer zufrieden ins Tal hinabsteigen und alle waren sich einig: es war eine gelungene Sache!

Im Tal angekommen ging man zum gemütlichen Teil über. Beim Bächli wurden vom Faschingclub spendierte Grilladen und einige Flaschen mit Hopfen und Malz getrunken, bevor die einen sich auf den Heimweg begaben. Dass einige nimmermüde noch zu später Stunde ins Dorf disolozierten, ist ja wohl nicht von der Hand zu weisen... Das, wie von Carlo Dittli zu erfahren war, auch schon vor 30 Jahren nicht anders war...!

An dieser Stelle nochmals einen Dank allen, die in irgendeiner Form diesen Anlass unterstützten!

Natürlich war auch der Fotoapparat dabei!